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Gemeinde Wietze: Geschichte und Umgebung

Wietze – Fluss und Siedlung: so heißt sowohl der kleine Bergulmenfluss in der Südheide, der in alter Zeit „wizene“ genannt wurde, als auch die Siedlung und heutige Gemeinde, die sich daraus entwickelt hat.

Wietze –  und das „schwarze Gold“: Wußten Sie, dass hier rund 300 Jahre lang Erdöl gewonnen wurde? Bereits seit 1652 wurde das aus sogenannten „Theerkuhlen“ an der Erdoberfläche gewonnene „Theer“ in die Umgebung verkauft. Nur 64 Einwohner wurden 1770 hier gezählt. Nach 1858 änderte sich das schlagartig: der Geologe Professor Georg Konrad Hunäus stieß bei  Bohrungen nach Braunkohle in 35m Tiefe auf Erdöl und das weltweit zum ersten Mal!

Wietze – „Klein-Texas in der Südheide“: 1899 brach dann endgültig das Ölfieber in Wietze aus, als man bei einer Bohrung in 270m Tiefe freifließendes Öl fand. Der Ölboom veränderte Wietze innerhalb weniger Jahre: Die Infrastruktur wurde verbessert, eine Raffinerie wurde gebaut, die Anzahl der Bohrbetriebe nahm rasant zu. So rasant, dass die ganzen Arbeiter in Wietze nicht mehr unterkommen konnten. Wietze deckte zeitweise ca. 80% der Inlandsnachfrage nach Öl. Den Ölhafen und die eigens gebaute Bahnlinie (Schwarmstedt – Celle) gibt es heute nicht mehr: 1963 wurde das Wietzer Ölfeld stillgelegt, 1968 die Bahnlinie. Seit 1970 kann man auf einem Teilstück des ehemaligen Ölfeldes die Technik der Vergangenheit, im Deutschen Erdölmuseum bestaunen. Die Erdölfirma RWE-DEA betreibt  heute in Wietze ein Forschungslabor zur Untersuchung von Bohrkernen aus der ganzen Welt.

Wietze – und seine Ortsteile:  In Steinförde wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zeitweise Kali gefördert. 1928 vereinigt man Steinförde und Wietze - an der ehemaligen Grenze steht das Rathaus. Die durch große Höfe und Fachwerk geprägten beschaulichen Heidedörfer Hornbostel, Jeversen und Wieckenberg gehören seit 1973 zur Einheitsgemeinde Wietze mit rund 8.200 Einwohnern. Glanzvolle Spuren aus Zeiten der letzten Celler Herzöge bietet die barocke Stechinellikapelle in Wieckenberg.